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Erfahrungsberichte Vakuumprodukte |
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Verschaffen Sie sich einen Eindruck, wie unsere Produkte von medizinischen Experten beurteilt wurden:
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Bad Kreuznacher Diakonie
Abteilung für Krankengymnastik und Ergotherapie
Waldemarstraße 26
55543 Bad Kreuznach
Erfahrungen mit dem vakuform Lagerungssystem
Mit dem Lagerungssystem kann eine dauerhafte Seitenlagerung gewährleistet werden. Durch die Ganzkörperanpassung kann individuell auf einzelne Muskelbereiche mehr Zug bzw. Druck ausgeübt werden. Die eingenommene Grundposition kann sofort korrigiert werden, indem kurz erneut Luft eingelassen wird und das Kissen wieder modellierbar wird.
Positiv zeigt sich auch die individuell einstellbare Festigkeit des Kissens. Die Erfahrung zeigte, dass spez. Athetotiker und sehr unruhige, instabile Probanten den festen Druck des Kissens als angenehm und beruhigend empfanden. Druckstellen durch Lagerung wurden nicht beobachtet: Die Ausmuldungen im Kissen zeigten keine Faltenbildungen.
Im Vergleich zu festen, individuell angepassten Lagerungselementen, sind die Einsatzmöglichkeiten ungleich vielfältiger. Je nach körperlicher oder psychischer Verfassung können verschiedene Lagerungspositionen erarbeitet werden. Durch die sofortigen Korrekturmöglichkeiten können sowohl Druckstellen vermieden werden bzw. Fehlhaltungen zunehmend korrigiert werden.
Das Vakuumkissen eignet sich für alle Lagerungspositionen d.h. unterstütze Rückenlage; Bauchlage; wechselnde Seitlage; unterstützter Kniestand; gehaltener, unterstützer Sitz. Erprobt wurde sogar die langsame Aufrichtung mit dem Lagerungskissen aus der Rückenlage in die Vertikale (vergleichbar mit Stehbett, jedoch besser unterstützt)
Durch diese multifunktionale Einsatzmöglichkeit kann das Kissen als individuelles Hilfsmittel sowohl im Wohnbereich als auch im therapeutischen Arbeitsbereich sinnvoll eingesetzt werden. Die stabile, korrigierte Ausgangsposition, die durch die Festigkeit des Kissens gehalten wird, ermöglicht dem Therapeuten einen größeren Bewegungsradius und das Arbeiten an einzelnen Körperteilen.
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Gesellschaft für Mukopolysaccharidosen e.V.
Rundbrief Frühjahr 1998
Stadtgartenring 97
44866 Bochum
Mit Hagen* geht’s wieder ein bisschen bergauf
Auf dem Markt gibt es ein neues und ganz vielseitiges System. Man kann es sowohl als Rollstuhlkissen, Rückenkissen, Halskrause, Sitzschale oder auch als Matratze bekommen; immer nach den vorgegebenen Maßen gefertigt. Es ist ein geschlossenes System mit Ventil, hat eine ganz elastische Außenhaut und eine Füllung mit millemeterkleinen Styroporkugeln.
So funktioniert es:
Wir legen Hagen auf die etwas mit Luft gefüllte Matratze, rücken ihn in Position und ziehen dann Luft die ab. Dadurch bleibt die Matratze jetzt in der vorgegebenen Form und Hagen ist trotz seiner zunehmenden Deformierungen optimal und millimetergenau in Körperform gelagert. Selbst bei Kopflagerung haben wir endlich das Ergebnis, das durch den Einsatz einer herkömmlichen maßgefertigten Halskrause nicht zu nicht zu erreichen war. Hagen kann zwar jetzt den Kopf drehen aber nicht mehr in den Nacken legen. Liegt er in der Matte ist die Wirbelsäule ganz gerade und entspannt; so wie es auch für gesunde Menschen optimal ist.
Das Hagen jetzt besser und ruhiger schläft kann man sich ja vorstelle. Aber nun das Erstaunliche: Er kann auch wieder richtig schlucken und kauen und an eine Magensonde brauchen wir derzeit nicht mehr zu denken.
* Hagen ist der Name eines mit einem vakuform Lagerungssystem versorgten Kindes.
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Dieses Interview wurde mit Herrn Gerhard Dauter, Orthopädietechniker bei SOB - Kerkoc Orthopädie, Wien (Österreich) geführt. SOB - Kerkoc ist mit 7 Filialen eines der größten Häuser im Bereich Orthopädie- und Rehatechnik in Wien und setzt vakuform Sitzschalen seit über fünf Jahren erfolgreich ein.
- Vakuform: Warum verwenden Sie Vakuform Sitzschalen?
Herr Dauter: Bei der Vakuform Sitzschale ist eine sehr genaue und individuelle Anpassung am Patienten möglich. Durch gleichmäßige Druckverteilung beugt sie Decubiten vor und man kann leicht eine Stellungsänderung vornehmen.
- Vakuform: Welche Vorteile sehen sie in der Vakuumtechnik?
Herr Dauter: Ein entscheidender Vorteil gegenüber herkömmlichen Sitzschalen ist: Wir können auf einen Gipsabdruck verzichten, der nur eine Momentaufnahme ist und unter allen Beteiligten -am meisten aber für den Patienten- eine Stress-Situation hervorruft . Es bietet sich an, mit der Vakuform Sitzschale im Team, z.B. Arzt, Therapeuten, Eltern, Orthopädietechniker, zu arbeiten. Durch die schnelle Veränderbarkeit der Sitzschale, kann man gut auf die Wünsche der Beteiligten zwecks Stellungsänderungen eingehen.
- Vakuform: Indikation: Bei welchen Krankheitsbildern setzten Sie vakuumierbare Sitzschalen besonders erfolgreich ein?
Herr Dauter: Spastischen Tetraparesen mit fixierten Skoliosen.
- Vakuform: Wie beurteilen Sie die Zufriedenheit Ihrer Patienten mit den von Ihnen verwendeten Vakuum Sitzschalen?
Herr Dauter: Die Akzeptanz der Vakuform Sitzschale ist sehr gut. Wir hatten verschiedene Fälle mit schwersten Mehrfachbehinderungen, die erst mit dieser Art Sitzschale schmerzfrei sitzen konnten.
- Vakuform: Wo sehen Sie die Grenzen der Vakuumtechnik?
Herr Dauter: Auch bei Patienten wo wir an die Grenzen einer Sitzfähigkeit kommen (Hüftkontraktur), setzen wir diese in Form einer Sitz- Liegeschale ein.
- Vakuform: Kontraindikationen: Gibt es Krankheitsbilder für die vakuumierbare Sitzschalen nicht geeignet sind? Welche Art von Sitzschalen verwenden Sie hierfür?
Herr Dauter: Bei Patienten die keine fixierten, sondern aufdehnbare Skoliosen vorweisen. In diesem Fall nehmen wir Leichtbausitzschalen aus Aluminium, manchmal integriert mit einem Mieder.
- Vakuform: Gibt es Verbesserungsvorschläge für die Vacuform Sitzschalen? Was könnte noch optimiert werden?
Herr Dauter: Es sind in letzter Zeit einige Änderungen vorgenommen worden, die sich sehr positiv ausgewirkt haben. So sind wir von der zweigeteilten Version: Sitz/Rücken weggekommen, sondern verwenden ein durchgehendes Kissen, welches noch gleichmäßigere Druckverteilung ermöglicht. Auch das anfängliche Pump/Saug-System mittels Batterien hatte sich nicht so gut bewährt; so sind wir aber mit dem jetzigen System sehr zufrieden.
- Vakuform: Wie reagieren die Kassen in Österreich auf vakuumierbare Sitzschalen
Herr Dauter: Gut!
- Vakuform: Gab es oder gibt es Probleme bei der Abrechnung mit den Kassen?
Herr Dauter: Nein!
- Vakuform: Welche Vorteile entstehen beim Einsatz von vakuumierbaren Sitzschalen für die Krankenkassen?
Herr Dauter: Weniger Kosten bei Stellungsänderungen, längerer Einsatz am Patienten.
- Vakuform: Gibt es Krankenkasse die ausdrücklich vakuumierbare Sitzschalen wünschen?
Herr Dauter: Nein!
- Vakuform: Gibt es Ärzte die ausdrücklich vakuumierbare Sitzschalen verschreiben?
Herr Dauter: Ja, für Patienten mit fixierter Skoliosen und schweren Mehrfachbehinderungen.
Handhabung:
- Vakuform: Wie sind Ihre Erfahrungen im Umgang mit der Vakuum-Sitzschale am Patienten?
Herr Dauter: Gut!
- Vakuform: Gibt es besondere Hinweise für den Umgang mit Vakuum-Sitzschalen?
Herr Dauter: Vor der endgültigen Abgabe der Vakuform -Sitzschale sollten alle Ventile überprüft und notfalls mit Spezialkleber (Sekundenkleber) abgedichtet werden.
- Vakuform: Wie wird die Anpassung am Patienten vorgenommen?
Herr Dauter: Die maßgefertigte Vakuform Sitzschale wird auf eine kippbares Untergestell zur ersten Anpassung vorbereitet und mit einem Luft-Gitter-Gewirk (zur besseren Schweißabsorbierung) ausgekleidet. Nachdem der Patient in die Schale gesetzt wurde, wird mittels einer Vakuumpumpe Luft in das Kissen gelassen und im nach hinten gekippten Zustand des Untergestelles, wird mit der bestmöglichen Aufrichtung und Korrektur der Wirbelsäule begonnen, wobei sehr viel Augenmerk auf das Becken und seine Positionierung fällt. Nachdem die bestmöglichste Korrektur erreicht wurde, wird mittels der Vakuumpumpe die Luft aus dem Kissen abgesaugt, der Patient aus der Schale gehoben und die Sitzschale auf Genauigkeit überprüft.
- Vakuform: Wie viele Personen sind notwendig für die 1. Anpassung eiener Vakuum-Sitzschale?
Herr Dauter: Mindestens 2 Personen.
- Vakuform: Wie lange dauert die 1. Anpassung im Durchschnitt (ungefähr von/bis Stunden)?
Herr Dauter: 30 min bis 90 min.
- Vakuform: Wie findet die Anpassung im Dorsalbereich statt?
Herr Dauter: Durch Rückkippbarkeit des Untergestells und eigenem Schwergewicht.
- Vakuform: Wie häufig muss danach korrigiert werden und in welchen Intervallen bis zur endgültigen Fertigstellung der Sitzschale für den Patienten?
Herr Dauter: Nach 1- Wöchigem Probesitzen werden meistens kleinere Änderungen vorgenommen, welche von Fall zu Fall verschieden sind, um die Schale anschließend fertigzustellen.
- Vakuform: Ist die Handhabung und Anpassung einer Vakuform Sitzschale im Vergleich zur Herstellung einer herkömmlichen Sitzschale, z.B. Ausschäumen, Fräsen nach Gipsabdruck, für den Schalenbauer einfacher?
Herr Dauter: Ja, da ein Gipsmodell und ein Gipsabdruck wegfallen.
- Vakuform: Welche Arbeitsgänge sind außer der Anpassung und das Nähen des Sitzschalenbezuges noch zu leisten.
Herr Dauter: Es sollte eine Aluminiumaußenschale gefertigt werden.
- Vakuform: Woran können Sie erkennen, dass das Vakuum in der Sitzschale nachreguliert werden muss?
Herr Dauter: Am Barometer- Anzeiger, der den Druck der Schale angibt.
- Vakuform: Kann die Regulation des Vakuums, nicht die Anpassung der Schale, auch vom Pflegepersonal durchgeführt werden?
Herr Dauter: Ja!
- Vakuform: Welche Langzeit Erfahrungen hinsichtlich der Belastbarkeit und Haltbarkeit von Vakuform Sitzschalen haben Sie gemacht?
Herr Dauter: Es gibt keine negativen Eigenschaften. (ca. 6. Jahre Beobachtung).
- Vakuform: Wurde schon einmal eine Vakuumsitzschale durch einen Gegenstand oder unsachgemäße Handhabung derart beschädigt, dass sie undicht war?
Herr Dauter: Nein!
Herr Dauter, wir danken Ihnen für das Gespräch.
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