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vakuform Produkte stellen eine einzigartige Kombination von Vakuumtechnik mit hochflexiblem, hautfreundlichen Neoprenmaterial dar. Hierdurch ist eine optimale, faltenfreie Anpassung des Materials auch an extreme Körperformen gewährleistet. Durch Einbringen von Luft wird die Unterlage weich und passt sich dynamisch den Körperkonturen an. Anschließendes Absaugen der Luft (Vakuumierung) bewirkt eine feste Kissenform, die einen negativen Abdruck der entsprechenden Körperform bildet. Die Anpassung des Kissens an die anatomische Oberfläche des Menschen verändert das Verhältnis von Gewicht und Auflagefläche und bewirkt dadurch die Senkung des Auflagedrucks. Auf diese Weise wird eine bestmögliche Druckverteilung erzielt. Im vakuumierten Zustand bildet die Unterlage einen festen Sitz und kann, wenn nötig, modelliert werden. Bei drohendem oder bereits vorhandenem Dekubitus können gefährdete Körperstellen durch einfaches Eindrücken der Unterlage mit den Fingern ‘freigelegt’ werden und es kann so eine zusätzliche Druckentlastung erreicht werden. Im Gegensatz zu herkömmlichen unflexiblen Anpassungsmethoden aus festem Material gewährleisten vakuform Produkte aufgrund ihrer hohen Flexibilität jederzeit eine schnelle und problemlose Neuanpassung der Unterlage an veränderte Körperpositionen oder anatomische Veränderungen. Außerdem besitzt Neopren auch im festen vakuumierten Zustand noch eine Polsterwirkung was den Sitzkomfort erhöht und die Druckbelastung zusätzlich vermindert.
Zum Material:
Der Kisseninhalt besteht aus stabilen, extrem feinen Styroporkügelchen. Die Kissenhülle ist aus 3 mm hautfreundlichem Nylon-Jersey kaschierten Neopren angefertigt. Der Kissenbezug, sowie die Kisseneinlage bestehen aus unterschiedlichen elastischen Abstandsgewirken, zur Erhaltung eines optimalen Mikroklimas und sind desinfizierbar.
Anwendungsbeispiele:
vakuform Produkte werden erfolgreich in Kliniken, Behinderteneinrichtungen, Therapiezentren, geriatrischen Einrichtungen und in der häuslichen Versorgung eingesetzt, z. B:
- Bei Infantiler Zerebralparese (ICP) mit erheblichen motorischen Retardierungen: Als Sitzschaleninlet oder für eine Ganzkörperlagerung, zur Korrektur und als stützendes System z.B. bei Tetraspastik mit ataktischem oder athetotischem Muster, zur Abduktionslagerung
- Bei spastischen oder schlaffen Lähmungen verschiedener Genese, z.B. Querschnittssyndrom, nach apoplektischem Insult
- Bei degenerativen Prozessen der Wirbelsäule: Skoliosen oder Torsionen. Als flexible körpernahe Abstützung im Rumpfbereich oder durch Aussparung der Zele bei Spina Bifida
- Bei Windschlagdeformitäten (Tetraspastiken)
- Bei Muskelatrophien und -dystrophien u. a. mit der Möglichkeit flexibler und schnell zu verändernder Neuanpassung
- Als Sicherheitsaspekt bei Osteogenesis imperfecta (Glasknochen)
- Allgemein in der Dekubitusprophylaxe und Therapie
- Zur Sitzversorgungen anatomisch angepasst und nach Maß
- Im geriatrischen Bereich z.B. bei Hemi- und Paraplegien
- Postoprerativ zur stabilen und sicheren Lagerung insbes. im neurologischen Bereich
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